

Mit Mia in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Du hast mir gar nichts zu sagen! Ich mache das hier nicht mit. Nur weil meine Eltern nichts geregelt kriegen, muss ich jetzt hier in diesem Kindergarten sein.
Ich möchte mit den anderen hier nichts zu tun haben. Die sind
doch alle nicht ganz dicht!




Hallo Mia, in 30 Minuten beginnt die Maltherapie.
Machst du dich bitte fertig.




Ersteinschätzung

Bestimmt erinnerst du dich an die 11-jährige Mia, die aufgrund selbstverletzenden Verhaltens aufgenommen wurde.
Sie ist dem Schulunterricht immer wieder ferngeblieben und hat sich stattdessen mit älteren Jugendlichen getroffen, um, wie sie selbst sagt, mit diesen „abzuhängen“.
Kontakt zu Gleichaltrigen hat Mia nicht. Sie erklärt, dass sie diese langweilig findet. Auch zu Mitpatientinnen baut sie keine Beziehung auf. Es kommt vor, dass sie Kontaktversuche sofort unterbindet, indem sie die Situation verlässt. Ihr Verhalten gegenüber anderen ist distanziert und manchmal auch respektlos.
Mias Mutter kommt regelmäßig zu Besuch, obwohl die Gespräche meist in heftigen Konflikten enden. Mia konfrontiert ihre Mutter immer wieder mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen. Mia fühlt sich durch die Besuche ihrer Mutter kontrolliert.
Die Beziehung zum Vater ist weniger konfliktträchtig, aber auch unverbindlicher. Er kommt nur gelegentlich und bleibt nie lange.
Amira: Hallo Mia, in 30 Minuten beginnt die Maltherapie.
Machst du dich bitte fertig.
Mia: Du hast mir gar nichts zu sagen! Ich mache das hier nicht mit. Nur weil meine Eltern nichts geregelt kriegen, muss ich jetzt hier in diesem Kindergarten sein. Ich möchte mit den anderen hier nichts zu tun haben. Die sind doch alle nicht ganz dicht!
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